Wolfgang Exler

Ich bin im Jahr 2000 mit meiner Familie aus Wien nach Ulrichskirchen übersiedelt, in die Viehtrift, in der meine Großeltern gewohnt haben und mein Vater aufgewachsen ist. Darum fühle ich mich nicht so richtig als „Zuagraster“, sondern mehr als Heimkehrer.

Ich bin schon seit meiner Jugend ökologisch interessiert und engagiert, war viele Jahre in der Erwachsenenbildung zum Thema „Biologischer Gartenbau“ tätig und bin auch selbst ein begeisterter Gärtner. In der Schule habe ich zwar gerne Mathematik und Darstellende Geometrie unterrichtet, die ganzheitliche Bildung der Kinder und das Fördern ihres kritischen Denkens und ihrer ökologischen Gesinnung war mir aber ein vorrangiges Ziel.

In Ulrichskirchen wollte ich mich gerne für die Ortsgemeinschaft engagieren, vor allem für eine zukunftsfähige Ausrichtung unseres Ortes, so zog es mich bald zum Grünen Kleeblatt.

In der Gemeindearbeit ist mir natürlich der Umweltschutz ein großes Anliegen, aber auch das Beleben des Ortes, die Rückgewinnung des Straßenraums als Lebensraum finde ich ganz wesentlich. Ich versuche z. B. durch Mitarbeit bei der Ortsbildgestaltung einen Beitrag dazu zu leisten.

Ganz besonders freut mich, dass es in unserer Gemeinde schon öfters als 30-mal einen Pflanzentauschmarkt gab, den ich vor 16 Jahren initiiert habe. Dieser zeigt immer wieder, dass man anderen Menschen auch ohne großen finanziellen Aufwand viel Freude bereiten kann. Anstatt dass Überschusspflanzen von den einen weggeworfen werden und die gleichen Pflanzen von anderen um viel Geld gekauft werden, wird nun kreuz und quer getauscht und verschenkt. Dies macht Freude und spart Ressourcen, darum ist dieser Markt für mich zu einem Vorbildprojekt zur Belebung des Dorflebens geworden.

Ich blicke eigentlich sehr sorgenvoll in die Zukunft, das Erhalten eines lebenswerten Lebensraums für unsere Kinder und Enkelkinder ist mir eine große Motivation für mein Engagement.